Unsere Kampagnen – aktuell

Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“

Zusammen mit sechs Partnerorganisationen haben wir im Sommer 2019 die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Save Bees and Farmers“ („Bienen und Bauern retten“) ins Leben gerufen. Aus dieser basisdemokratischen Initiative ist ein europaweites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 140 Partnerorganisationen zur Rettung der Artenvielfalt und bäuerlichen Landwirtschaft gewachsen. Ende September 2021 haben wir die erforderliche Anzahl an Unterschriften von einer Million erreicht. Die Kernforderungen der Bürgerinitiative an den EU-Gesetzgeber: den Einsatz synthetischer Pestizide beenden und Bäuer*innen bei der Umstellung zu einer gesunden und nachhaltigeren Produktionsweise helfen.

Ziel: 113.000 €
56.000 € Spenden fehlen noch
Projektträger: Aurelia Stiftung & Partner
Zeitraum: 2019 bis 2021

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit sind wir endlich am Ziel: Wir haben europaweit über eine Million Unterschriften gesammelt und somit das von der EU-Kommission vorgegebene Quorum erreicht. Insgesamt reichen wir als vorläufiges Endergebnis 1.180.490 Unterschriften bei der EU-Kommission ein, davon kommen allein 587.399 Unterschriften aus Deutschland. Darüber hinaus wurde in neun weiteren EU-Mitgliedsstaaten die erforderliche nationale Mindestanzahl an Unterschriften erreicht: In Belgien, Österreich, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn, Lettland und Rumänien. Erforderlich für den Erfolg der EBI wäre das Erreichen der Mindestanzahl in sieben Ländern gewesen. Als Mitinitiatorin und Trägerkreis-Mitglied der EBI bedankt sich die Aurelia Stiftung vielmals bei allen, die an diesem großartigen Ergebnis mitgewirkt haben!

Wie geht es jetzt weiter?

Im nächsten Schritt wird die EU-Kommission alle gesammelten Unterschriften überprüfen. Bleibt es bei mehr als einer Million gültiger Unterschriften, werden Vertreter*innen der Bürgerinitiative zu Gesprächen ins EU-Parlament nach Brüssel geladen. Danach muss die EU-Kommission entscheiden, wie sie auf die Forderungen der Bürgerinitiative eingeht.

Hintergrund

Auf den Äckern und Feldern Europas verschwinden die Bienen und verstummen die Vögel. Gleichzeitig geht die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe dramatisch zurück. Dieses Arten- und Höfe-Sterben lässt sich eindeutig auf das aktuelle Modell industrieller Landwirtschaft zurückführen. Wir brauchen einen ambitionierten, aber realistischen Systemwandel, der nur mit einem konsequenten Ausstieg aus der Nutzung synthetischer Pestizide möglich ist. Es ist entscheidend, dass hierbei trag- und umsetzbare Lösungen für die Bäuer*innen gefunden werden.

Mit der EBI „Save Bees and Farmers“ wollen wir an die Wurzel des Problems auf europäischer Ebene gehen. Denn hier werden die maßgeblichen Weichen für oder gegen eine bienen- und bauernfreundliche ökologische, gemeinwohlorientierte Landwirtschaft gestellt. Weit über 300 Milliarden Euro, das sind über 30 % des gesamten Budgets der Europäischen Union, fließen im aktuellen Finanzrahmen in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Industriell orientierte Großbetriebe werden bislang pauschal am stärksten gefördert, trotz der fatalen Konsequenzen. Bäuerliche und ökologische Betriebe, die durch ihre Fruchtfolgen und ihren weitgehenden Verzicht auf synthetischen Pflanzenschutz Struktur- und Artenvielfalt gewährleisten, werden benachteiligt.

Um die Artenvielfalt zu schützen und unsere Bäuer*innen dabei zu unterstützen, sich von der chemiegestützten Agrarindustrie unabhängig zu machen, fordern wir die Europäische Kommission dazu auf:

  1. den Einsatz synthetischer Pestizide in der EU-Landwirtschaft schrittweise bis 2030 um 80 % zu reduzieren und bis 2035 komplett darauf zu verzichten.
  2. die Landwirtschaft selbst zu einer Triebkraft für die Wiederherstellung der Biodiversität umzugestalten.
  3. die Bäuer*innen bei dem notwendigen Übergang zu einer bienenfreundlichen, ökologischen Agrarkultur finanziell und fachlich zu unterstützen.
Zur offiziellen Webseite der Bürgerinitiative

 

  • Beitragsbild ECI erreicht ersten Meilenstein

Benötigte Finanzmittel

Die Organisation und weitere Betreuung der EBI erfordert ein umfassendes sechsstelliges Budget, welches durch den Trägerkreis aus sieben Organisationen verantwortet wird. Die Organisationen bringen dabei Eigenleistungen ein und gehen in unterschiedlichem Umfang, etwa durch die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter*innen, in Vorleistung. Der oben genannte Finanzbedarf umfasst den Aufwand, der direkt bei der Aurelia Stiftung entsteht und der nur durch Spenden an die Stiftung gedeckt werden muss.

 

Die Projektskizze gibt es hier zum Download:

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