Schützt die Biene vor Gentechnik!

Aurelia startet neue Unterschriften- und Informationskampagne zum Schutz der Bienen vor Manipulationen durch die »neue Gentechnik«


Die Biene ist ins Fadenkreuz der »neuen Gentechnik« geraten. Unter dem Vorwand die Honigbiene schützen zu wollen, greifen Biotechnologen tief in ihr Erbgut ein, während die Gentechnik-Lobby versucht, das Gentechnik-Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs zu deregulieren. 

Die Überlegungen der Gentechnikindustrie und Forschung, neuartige Gentechnik-Methoden wie das CRISPR/Cas-Verfahren einzusetzen, um Honigbienen und ihr natürliches Lebensräume gezielt zu manipulieren, sind vielfältig und fortgeschritten. Mit genveränderten Darmbakterien soll beispielsweise in das Immunsystem der Honigbiene eingegriffen werden, um sie vor Krankheiten zu schützen. Andere Wissenschaftler arbeiten aktuell daran, mit Hilfe der „Genschere“ das Geschlecht von Bienen zu verändern oder sie resistent gegen Pestizide zu machen. Die Überlegungen gehen sogar so weit, Bienen gentechnisch so zu manipulieren, dass sie durch gezieltes ein- und ausschalten von Genen zur Bestäubung auf ausgewählte Felder gelenkt werden können.

Nicht die Biene muss verändert werden, unser Verhalten muss sich ändern

Dabei ist es wichtiger denn je, die Freisetzung gentechnisch manipulierter Organismen streng zu kontrollieren. Am Beispiel der Corona-Pandemie sehen wir, mit welcher Geschwindigkeit sich Gensequenzen in unserer globalisierten Welt verbreiten können. Die Freisetzung schlecht getesteter GMO´s wäre unverantwortlicher denn je. Deshalb hat das Europäische Parlament, in einer Resolution ein weltweites Moratorium für die Freisetzung von »Gene Drive«-Organismen gefordert, einem Gentechnik-Verfahren, das in der Lage ist, ganze Arten auszulöschen. 

Um Umwelt und Verbraucher*innen vor den unkalkulierbaren Risiken zu schützen, die mit der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) verbunden sind, hat der Europäische Gerichtshof 2018 entschieden, dass auch die »neue Gentechnik« als Gentechnik reguliert und gekennzeichnet werden muss. Dieses Urteil möchten Gentechnikfirmen aufweichen, um beispielweise die Umweltrisikoprüfung für neue Gentechnik auszusetzen. Dabei ist bereits die bestehende Zulassungsprüfung für GVO „sehr industriefreundlich“. (Dr. Angelika Hilbeck, ETH Zürich, Beirat der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler

Bitte helfen Sie mit, Bienen und Umwelt vor Gentechnik-Risiken zu schützen!

Imker*innen und Wissenschaftler*innen fordern daher von der Bundesregierung: Gemäß dem Vorsorgeprinzip der EU darf es keine Freisetzung genveränderter Organismen geben, deren Ausbreitung nicht zuverlässig kontrolliert werden kann. Es muss die einfache Regel gelten, nichts freizusetzen, was nicht aus der Umwelt zurückgeholt werden kann. Das Vorsorgeprinzip muss für alle Organismen der alten und der »neuen« Gentechnik gelten. Gleiches gilt für die Kennzeichnungspflicht für Gentechnik, die Transparenz sowie Wahl- und Gentechnikfreiheit für Verbraucher und Erzeuger gewährleistet.

Mit unserer Kampagne möchte die Aurelia Stiftung einen wichtigen Beitrag leisten, die bestehende und weiterhin dringend notwendige Gentechnikfreiheit in Europa zu sichern. Ab sofort sammeln wir Unterschriften für eine Petition an die Bundesregierung. Darin fordern wir:

  1. Keine Deregulierung der neuen Gentechnik!
  2. Vorsorgeprinzip & Wahlfreiheit für Bürger und Verbraucher!
  3. Keine Freisetzung von Gene Drive Organismen!

Auf unserer Kampagnenwebsite www.biene-gentechnik.de können Sie diese Forderungen mit Ihrer Unterschrift schnell und einfach unterstützen. Dort erfahren Sie auch mehr darüber, wie die »neue Gentechnik« Bienen und Umwelt manipulieren will. Mit Ihrer Online-Unterschrift bei unserer Petition unterstützen sie zugleich auch die europäische Initiative »Stop Gene Drives«, die aktuell Unterschriften für ein europaweites Gene-Drive-Moratorium sammelt. Ihre Stimme für die Bienen unterstützt also auch das Moratorium der EU und der UN Biodiversitätskonvention.

Bitte unterschreiben Sie auf www.biene-gentechnik.de und verbreiten Sie die Petition. Lieben Dank!