Anhörung im Bundestag zu Pestizidzulassungen

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Bei einer Anhörung im Bundestag wurde die Zulassung von Pestiziden in Haus- und Kleingärten gerechtfertigt. Die Aurelia Stiftung widerspricht dieser Auffassung und fordert weiterhin ein Verbot chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel für Privatanwender

Einige der unzähligen Pflanzenschutzmittel, die für den Privatgebrauch zugelassen sind. Foto: Philipp von Ditfurth

Bienen kommen nicht nur in der Landwirtschaft mit Agrargiften in Kontakt und nehmen diese auf, sondern auch in Gärten. Es gibt unzählige Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln für Haus- und Kleingärten. Welche gravierenden Probleme und Missstände damit einhergehen, hat die Aurelia Stiftung im vergangenen Jahr mit einer Investigativ-Recherche in Zusammenarbeit mit dem Nachrichtenmagazin „Stern“ offengelegt.

Die Praxis der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln war kürzlich Thema einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages. Dazu lagen Anträge der FDP-Fraktion, der Fraktion Die Linke und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor, zu denen Verbands- und vier Einzelsachverständige Stellung nahmen.

Im Verlauf der Anhörung wurde von MdB Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke) gefragt, wie ein Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel für Haus- und Kleingärtner bewertet wird. Die Frage wurde von dem Präsidenten des Bundesamts für Verbrauchschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Friedel Cramer, beantwortet. Laut Cramer, sei die Zulassung der Mittel für Haus- und Kleingarten im Gemeinschaftsrecht vorgesehen. Zudem sei der Privatgarten in manchen Regionen Europas kein Hobbybereich, sondern diene der Versorgung der Gartenbewirtschafter. Laut Cramer ist der Ansatz eines Verbots deshalb nur sehr schwierig und ausschließlich auf europäischer Ebene zu realisieren.

Für die Aurelia Stiftung ist das nicht nachvollziehbar. Erstens ist ein entsprechendes Verbot in Frankreich bereits beschlossene Sache, zweitens ist der Pflanzenschutz gerade im Garten völlig ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel möglich. Die Aurelia Stiftung wird sich deshalb weiter für ein Verbot der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und bienenfreundliche Gärten einsetzen. Zusammen mit Sumofus.org haben wir eine Unterschriften-Kampagne ins Leben gerufen. Bitte zeichnen Sie mit und spenden Sie für das Projekt. Ihre Unterstützung gewährleistet, dass wir uns weiter für bienenfreundliche Gärten einsetzen können.

Hier könnt Ihr unsere Forderungen für giftfreie Gärten unterschreiben.

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