Gefördertes Projekt – aktuell

BeeCultures – Imkerei in der Stadt

In den deutschen Städten steigt die Anzahl an Imker*innen und Honigbienenvölkern seit Jahren beständig. In der Stadt herrscht über eine lange Zeitspanne im Jahresverlauf ein reichhaltiges Angebot an Blütenpflanzen. Ihren Nektar holen sich Bienen von Balkonpflanzen, den Blüten der Laubbaumbestände, in blühenden Innenhöfen, auf bepflanzten Dächern, von benachbarten Schrebergärten oder aus dem nahegelegenen Stadtpark. Am Häusermeer der Großstadt vorbei fliegen die Stadtbienen unbeirrt ihre Futterplätze an. Irgendwas blüht eben immer in der Stadt. Hinzu kommt, dass Imkern in der Stadt ein internationaler Trend ist! Ob in New York, Paris oder Berlin – überall in den Metropolen boomt die Stadt-Imkerei.

Ziel: 7.500 €
5.000 € Spenden fehlen noch
Projektträger: Universität Bremen
Zeitraum: 2017-2020
Stand: 11/2020
Rähmchen eines Imkers in Hamburg (Bildquelle: Gunnar Weidt)
Beuten auf einem Hamburger Dach (Bildquelle: Gunnar Weidt)

Imker*innen in Hamburg

In Hamburg hat sich die Zahl der Imker*innen in den vergangenen 15 Jahren vervierfacht. Die Imkerei entwickelt sich hier zum urbanen Phänomen. Die Entwicklung hat enormes Potential – wird aber auch kontrovers diskutiert. Obwohl die Stadtimkerei im politischen und medialen Diskurs eine wichtige Rolle einnimmt, liegen darüber so gut wie keine umfassenden Erkenntnisse vor. Das Projekt wird diese Forschungslücke durch eine fundierte ethnographische Forschung schließen.

Die Imkerei in der Stadt ist ein extrem dynamisches und heterogenes Feld mit unterschiedlichsten Akteuren und „Subkulturen“. Folgende Fragen werden durch die Forschungsarbeit geklärt:

  • Welche unterschiedlichen Methoden der Imkerei werden praktiziert?
  • Was sind die Motive der Imker*innen?
  • Welche Vorstellungen von Stadt, Natur und Gesellschaft stehen dahinter?
  • Wie ändern sich Praktiken und Einstellungen über einen längeren Zeitraum?

Eine zweite wichtige Analyseebene bildet der institutionelle Rahmen, also die unterschiedlichen staatlichen Stellen und NGOs. Eine dritte Ebene ist der gesellschaftliche und mediale Diskurs über Stadtimkerei. Als Ergebnis der Forschung ist ein umfassender Überblick über Imkerei in der Stadt am Beispiel Hamburgs geplant – in Form einer Habilitationsschrift und im Rahmen eines abendfüllenden Dokumentarfilms.

Ausblick

Die Forschung zu Stadtimkerei ist Bestandteil des Forschungsprojekts BeeCultures (Ethnologische Forschung zur Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene) von Dr. Martin Gruber am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen der Universität Bremen. Das Projekt wird bis Ende 2020 fertiggestellt.

Die Projektskizze gibt es hier zum Download:

PDF Download

Stiften

Ihren Nachlass oder Schenkungsvermögen können Sie bei der Aurelia Stiftung nachhaltig in den Dienst von Bienen und gesellschaftlichem Engagement für Biodiversität stellen.

Informieren

Spenden

Ihre Spende wirkt in sinnvollen und zielgerichteten Projekten für die Bienen. Nur mit Ihrer Hilfe können wir unabhängig für eine gemeinwohlorientierte ökologische und bienenfreundliche Land(wirt)schaft eintreten.

Jetzt helfen

Newsletter
abonnieren

Mit dem Aurelia Newsletter bleiben Sie am Puls unserer Arbeit als Anwältin der Bienen. Er ist kostenlos und jederzeit einfach kündbar.

top