Unsere Projekte – abgeschlossen

Nationaler Bienenaktionsplan

Die Aurelia Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) haben im April 2017 umfassende Maßnahmen zum Schutz bestäubender Insekten wie Bienen und Hummeln vorgestellt. Der „Nationale Bienenaktionsplan“ wurde gemeinsam erarbeitet, um die neue Regierung für bessere und wirksame Maßnahmen zum Bienenschutz zu gewinnen. Der Koalitionsvertag hat den Insektenschutz in aller Deutlichkeit aufgegriffen. Wir konnten uns immer wieder darauf beziehen und die politischen Entscheidungen damit bewerten.

Ziel: 15.000 €erreicht
Projektträger: Aurelia Stiftung und BUND e.V.
Zeitraum: abgeschlossen
Stand: 11/2020

Die gemeinsame Geschichte von Biene und Mensch ist eine Erfolgsgeschichte. Für unsere Ernährung sind die bestäubenden Insekten wichtig – und für unser Ökosystem unverzichtbar. Doch viele Imkerinnen und Imker klagen über einen Verlust an Bienenvölkern. Wildbienenarten verschwinden noch dramatischer. In Deutschland sind mittlerweile 197 Wildbienenarten gefährdet und 31 Arten vom Aussterben bedroht. Das ist kein Zufall, sondern eine Entwicklung, die sich verstetigt. Der jetzige Trend des Artenverlusts muss gestoppt und die Bienen geschützt werden. Nur so können wir Ökosysteme erhalten und damit auch unsere eigenen Lebensgrundlagen sichern. Die Ursachen für das Bienensterben sind klar identifizierbar: die industrielle Landwirtschaft, der großflächige Einsatz von Pestiziden (auch im Hausgebrauch, in Gewerbe- und Industrieflächen und in den Städten), Monokulturen, Flächenversiegelungen, der Verlust von Lebensräumen und bei der Bienenhaltung zusätzlich durch Varroa-Milben und diverse mit ihrem Befall auftretende Virusinfektionen.

Der Nationale Bienenaktionsplan

  1. Bestäuber besser vor Pestiziden schützen:
    ● Verbot besonders gefährlicher Pestizide wie Neonicotinoide
    ● Keine Wiederzulassung von Glyphosat
    ● Verzicht von Pestiziden auf Kommunalflächen
    ● Bienengefährlichen Pestizide aus Baumärkten und Gartenzentren entfernen
  2. Vorhandene Lebensräume erhalten, wiederherstellen und neue Lebensräume schaffen:
    ● Standorte, die Lebensraum für seltene und bedrohte Arten sind schützen
    ● Erhalt aller Reste alter Kulturlandschaft
    ● Schaffung von vielfältigen Strukturen in der Kulturlandschaft
  3. Landwirtschaft umgestalten:
    ● Mehr Mittel für die 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP): Förderung ländlicher Räume
    ● Einführung und Verstärkung von bienenfreundlichen ackerbaulichen Maßnahmen
    ● Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) ausweiten
    ● Ausgleichsflächen für den Energiepflanzenanbau durch pestizidfreie Blühpflanzenfelder
  4. Zulassungsverfahren für Pestizide reformieren:
    ● Auswirkungen von Pestiziden auf sensible Arten (z.B. Wildbienen) berücksichtigen.
    ● Industrieunabhängige Prüfung der subletalen Effekte sowie der Langzeitfolgen von Pestiziden unter realistischen Bedingungen
    ● Untersuchung der Wirkung von Pestiziden auf die Entwicklungsstadien, Lebensdauer, kognitiven Fähigkeiten und Überwinterungsfähigkeit
    ● Zulassungsprüfungen nicht mehr von der antragstellenden Industrie, sondern von unabhängigen Instituten durchführen lassen
    ● Transparenz durch öffentlichen Zugang aller eingereichten Studien beim Verfahren
  5. Weiterbildung und Forschung intensivieren:
    ● Verstärkung der Forschung zu Alternativen zum Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
    ● Erhöhung der Zahl der Bienenexpertinnen und -experten auf allen Ebenen
    ● Verbesserung von Aus- und Fortbildung zum Thema Bienenschutz
    ● Einführung eines Langzeit-Monitorings von Insekten in Deutschland

 

Erfolg

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD 2018 enthält den Auftrag für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“.

 

Die Projektskizze gibt es hier zum Download:

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