Aurelia Magazin

Winter-Ausgabe 2025

Ein Magazin über das, was uns trägt

Dieses Heft dreht sich um die Frage, wie wir mit der Natur leben wollen, die uns ernährt, schützt und inspiriert. Es geht nicht um abstrakte „Umweltpolitik“, sondern um das, was wir täglich anfassen: Wasser, Nahrung, Landwirtschaft, Gesundheit. Und um die Erkenntnis, dass hinter jedem Apfel, jedem Atemzug, ein funktionierendes Ökosystem stehen muss.

Ein Urteil, das Hoffnung macht

Das EU-Gericht hat die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung kassiert. Kein großer Jubel, eher ein Moment des Aufatmens: Zum ersten Mal seit Langem setzt ein hohes Gericht ein Zeichen, das nicht schönredet, sondern schützt. Für viele, die bei diesem Thema seit Jahren gegen Windmühlen reden, bedeutet das: Man kann etwas bewegen, wenn man hartnäckig bleibt.

Zwischen Forschung und Alltag: Was mit den Bestäubern passiert

Forschende zeigen, wie empfindlich Hummeln auf Pestizide, Fungizide und Antibiotika reagieren. Man sieht es nicht, wenn man durch die Felder läuft, aber im Inneren eines Insektenvolkes verändern sich soziale Strukturen, Kommunikation, Fortpflanzung. Das ist kein Randthema, sondern die biologische Grundlage dafür, dass Obst überhaupt entsteht.

Gentechnik und KI: Schneller, billiger, riskanter?

In Brüssel wird verhandelt, wie neue Gentechnik reguliert werden soll. Dahinter steckt viel mehr als die Frage, ob Pflanzen „optimiert“ werden dürfen. Es geht um Verantwortung, um Kontrolle, um Transparenz. Mit KI lassen sich heute in wenigen Stunden Veränderungen erzeugen, deren Folgen niemand wirklich einschätzen kann. Wie gehen wir damit um, wenn das, was wir freisetzen, nicht wieder eingefangen werden kann?

Ein Abend, der mehr war als ein Vortrag

Im Hamburger Übersee-Club haben Maria Furtwängler und Thomas Radetzki gemeinsam über „das Immunsystem der Erde“ gesprochen. Nicht trocken, sondern sehr menschlich. Über Angst, über Verantwortung, über die Frage, warum es so schwerfällt, gemeinsame Interessen zu erkennen. Und warum wir uns manchmal gegenseitig bekämpfen, statt das zu schützen, was uns verbindet.

Tatort Agrarlandschaft: Fiktion, die weh tut, weil sie wahr ist

Der Fernsehkrimi „Letzte Ernte“ zeigt, wie die Realität in der Landwirtschaft aussieht: Druck, Risiken, Krankheiten, Streit. Und Menschen, die sich in einem System wiederfinden, das ihnen kaum Luft lässt. Es ist bezeichnend, dass ein Krimi mit Maria Furtwängler mehr Aufmerksamkeit erzeugt als Jahre an Studien. Vielleicht, weil Geschichten näher an uns heranrücken als Zahlen.

Sekem: ökologische Landwirtschaft, in der Wüste

Eine Reise nach Ägypten zeigt, dass nachhaltige Landwirtschaft funktionieren kann, selbst unter widrigsten Bedingungen. Ohne Heiligenschein, aber mit Beharrlichkeit und einem Blick dafür, dass Boden und Gemeinschaft zusammengehören.

Zwischen Resignation und Aufbruch

Vieles, was in diesem Heft steht, ist unbequem. Trotzdem wirkt es nicht hoffnungslos. Im Gegenteil: Es zeigt, dass Wandel nicht aus moralischem Druck entsteht, sondern aus der Verbundenheit miteinander, mit der Natur und der Einsicht, dass es ohne ihn nicht weitergeht. Und aus dem Wunsch, den eigenen Kindern eine Welt zu hinterlassen, die mehr ist als ein Kompromiss.

Besondere Auszeichnung für Aurelia-Vorstand Thomas Radetzki

Kurz vor Redaktionsschluss wurde Thomas Radetzki als prägenden Akteur für Biodiversität und Nachhaltigkeit unter die zehn einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen ESG-Stiftungslandschaft gewählt.

Natürlich können Sie das Aurelia Magazin auch digital lesen und die neue Ausgabe hier kostenlos herunterladen.

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