Unsere Projekte – aktuell

Neue Hummel-Erlebnisse – Entdeckt die Teddys der Lüfte

Unter dem Motto „Entdeckt die Teddys der Lüfte“ hat die Aurelia Stiftung im zweiten Jahr in Folge alle Berliner*innen zu einer einzigartigen Hummel-Veranstaltungsreihe eingeladen. Die Plüschbrummer gehören zu den beliebtesten Insekten und eignen sich daher sehr, um bei Menschen Neugier und die Liebe zur Natur zu wecken. Die angebotenen Web-Seminare, Exkursionen und Workshops wurden durch Expert*innen begleitet. Das für die Teilnehmenden kostenfreie Angebot ist durch eine Förderung durch der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin ermöglicht worden. Aufgrund des großen Interesses und der positiven Resonanz der Teilnehmenden soll das Projekt auch im Jahr 2022 fortgeführt werden. Die Finanzierung hierfür ist allerdings noch nicht gesichert.

Hummeln gehören neben der Honigbiene zu den wenigen Sympathieträgern in der Insektenwelt. Mit über 40 Arten allein in Deutschland gibt es eine größere Vielfalt, als die meisten Menschen vermuten würden. Alle Hummelarten sind gesetzlich geschützt, trotzdem sind viele von ihnen stark in ihrem Bestand gefährdet. Besonders die drastische Abnahme des Nahrungsangebots und die Zerstörung ihrer Lebensräume wirken sich negativ auf die Bestandszahlen aus. Deshalb sind die Schaffung vielfältiger Landschaftselemente, die Reduzierung der Ausbringung von Giften in der Landschaft, die Vermeidung von Flächenversiegelung und die Förderung von Blühflächen wichtig. Über diese Themen, aber auch über die Biologie und Ökologie von Hummeln informiert die Aurelia Stiftung in dieser Veranstaltungsreihe.

Nachdem die Hummel-Erlebnisse 2020 auf sehr große Nachfrage und Begeisterung bei den Teilnehmenden gestoßen sind, konnten wir auch für das Jahr 2021 mit Unterstützung der Senatsverwaltung Berlin wieder ein Veranstaltungsprogramm anbieten. Bei den Webinaren und Online-Workshops sind wir mit Menschen von der Nordsee bis nach Zürich in Kontakt gekommen. Das Alter der Teilnehmenden war ebenso weit gestreut und reichte von acht bis 75 Jahre. Besonders freuten wir uns wieder über die rege Teilnahme an den angebotenen Exkursionen, die im Gegensatz zu den Online-Veranstaltungen draußen in der Natur stattfinden und einen noch persönlicheren Austausch mit den Teilnehmenden ermöglichen.

Web-Seminare

Die sorgfältig vorbereiteten Veranstaltungen werden mithilfe der Videoplattform Zoom durchgeführt. Drei Moderator*innen präsentieren auf lebhafte Art und Weise bis zu 100 Teilnehmenden pro Veranstaltung Wissen rund um die pelzigen Wildbienen. Es werden zwei große Themenblöcke behandelt. Im ersten Teil werden die Biologie und Ökologie von Hummeln behandelt. Die Ursachen des Rückgangs der Wildbienenpopulationen werden erklärt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bürger*innen zur Förderung von Hummeln und anderen Bienen beitragen können. Die Teilnehmenden haben dabei auch die Möglichkeit, über eine Chat-Funktion Fragen zu stellen und direkt mit unseren Hummel-Expert*innen oder auch untereinander ins Gespräch zu kommen. Der zweite Teil der Veranstaltung widmet sich der Bestimmung von Hummeln. Ein oder eine Expert*in referiert und zeigt für die Bestimmung der Tiere relevante Merkmale. Außerdem werden Verwechslungsmöglichkeiten zwischen Arten thematisiert. Das fundierte, unterhaltsame Programm ist bestens geeignet, um das Interesse an Hummeln zu wecken.

Workshops und Exkursionen

Im Jahr 2021 wurden wieder fünf von Expert*innen geführte Exkursionen zu arten- & blütenreichen Flächen in Berlin angeboten. Die im Jahr 2020 durchgeführten Exkursionen fanden im Botanischen Garten Berlin statt. Das Ziel der Veranstaltungen war es, den Teilnehmenden die Wildbienenfauna in ihrem Habitat hautnah zu präsentieren. Fachgespräche zur Wildbienenökologie rundeten die Exkursionen ab.

Des Weiteren wurden in beiden Jahren Online-Workshops zum Bau von Hummel-Nisthilfen abgehalten.

Zielsetzungen

  • Umweltbildung: Biologie/Ökologie, Zustand der Hummeln & Gefährdungsursachen
  • Beitrag zum Schutz von Wildbienen durch Kurse zur Hummelbestimmung und Workshops zum Bau von Hummel-Nistkästen
  • hautnahe Naturerlebnisse mit Wildbienen, praktische Anwendung von Erlerntem bei Exkursionen
  • Die Exkursionen wurden durch den Wildbienenexperten Frederik Rothe (2. v. r.) angeleitet.
  • Mithilfe einer Lupe und eines Handys können beeindruckende Nahaufnahme von Wildbienen gelingen.
  • Aurelia-Projektkoordinator Christian Lichtenau führt den korrekten Einsatz eines Fangkeschers vor.
  • Eine Große Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea), die wir auf einer Exkursion im Botanischen Garten Berlin bewundern konnten.
  • Auf den Exkursionen stellen wir auch zusätzliches Informationsmaterial zur Verfügung, zum Beispiel diesen Flyer zur Bestimmung von Hummeln.
  • Hier hat eine Wildbiene direkt auf der Hand einer Teilnehmerin einen kurzen Zwischenstopp eingelegt.
  • Zwei Teilnehmerinnen bewundern Wildbienen in Fanggläschen.
  • Auf unseren Exkursionen ist es möglich, auch seltenen Wildbienenarten besonders nah zu kommen.
  • Wildbienenexperte Frederik Rothe zeigt den Teilnehmenden eine Sandwespe. Insekten mit der Hand anzufassen, ohne sie zu verletzen, benötigt viel Erfahrung und Übung. Also bitte nicht nachmachen!
  • Teilnehmerinnen versuchen, eine Wildbiene in einem Fanggläschen zu bestimmen.

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