Behandlung der Varroa-Milbe durch Wärme

Weltweit überlebt die Biene Apis Mellifera nur noch mit regelmäßigem Einsatz von Arzneimitteln. Bei Mellifera e.V. wurde eine völlig neue Technik für die Behandlung der Varroa-Milbe durch Wärme (Hyperthermie) gefunden. In brütenden Völkern ist dies bisher nur unbefriedigend möglich. Aurelia will die Entwicklung der revolutionierenden Technik ermöglichen, denn die Bekämpfung der Milben mit Arzneimitteln, seien sie ökologisch oder konventionell, belastet die Bienengesundheit.



Der Parasit varroa jacobsonii (sog. „Varroa-Milbe“) aus Asien wurde durch die Globalisierung auf unsere Honigbiene (apis mellifera) übertragen und ist weltweit zum größten Problem der Imkerei geworden. In unseren Breiten überleben Bienenvölker in der Regel nicht mehr ohne Behandlungen mit Arzneimitteln im Winter und zudem auch im Sommer. Die Behandlungen belasten die Gesundheit der Bienen und schädigen die mikrobiologische Situation im Bienenvolk.

Mellifera e. V. hat vor einigen Jahren eine Technik für die Wärmebehandlung in der brutfreien Zeit im Winter entwickelt. Dabei wird der Umstand genutzt, dass Milben anders als Bienen eine Überhitzung nicht durch Verdunstung von Körperflüssigkeit kompensieren können. Infolgedessen fallen sie betäubt von den Bienen ab. In brutfreier Zeit wird mit diesem Verfahren ein Wirkungsgrad von 80% innerhalb von nur 12 Minuten erreicht.

Im Frühjahr und Sommer vermehren sich die übrig gebliebenen Milben wieder in den Brutzellen der Bienen. In der Regel steigt der Befall so schnell an, dass eine weitere Behandlung im Spätsommer nötig ist, um Völkerverluste zu vermeiden. In den Brutzellen sind die Milben bisher aber nur mit „Chemie“ erfolgreich zu bekämpfen. Für Wärmebehandlungen von Völkern mit Brut gibt es nur Techniken mit unbefriedigender Wirkung, die zudem mindestens zwei Stunden pro Volk dauern und für den Praktiker unbrauchbar sind.

In der Imkerei Fischermühle ist nun eine neue, schnell und einfach durchzuführende Behandlungstechnik für Völker mit Brut gefunden worden. Die Entwicklung der Technik, die Untersuchung des Wirkungsgrades und der Bienenverträglichkeit im Labor und im Feldversuch wird drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen und soll durch die Aurelia Stiftung ermöglicht werden.

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