Bienenhaltung – Parameter für Bienengesundheit

Bislang ist es nicht möglich den Gesundheitszustand von Bienenvölkern als eine positive Größe zu bestimmen und untereinander zu vergleichen. Es gibt vereinzelte Ansätze und Methoden, durch die Auswirkungen von Belastungsfaktoren erfasst werden sollen. Sie erstrecken sich in der Regel auf kurze Untersuchungszeiträume und bilden nicht die Wirklichkeit des ganzen Bienenvolkes im Jahreslauf ab. Es fehlt eine Gesamtschau des Gesundheitsstatus, welcher zum Beispiel mit der vergleichenden Frage verbunden sein könnte, ob ein Bienenvolk unter einer bestimmten imkerlichen Betriebsweise „glücklich“ ist. Um verschiedene Haltungsmethoden objektiv bewerten zu können, ist es erforderlich, ein qualifiziertes Spektrum an Vitalitätsparametern für Bienenvölker zu entwickeln. Auch modernste mikrobiologische und molekularbiologische Methoden sollen dabei genutzt werden.



Das Projekt ist sehr komplex und erfordert wegen der langen Projektdauer einen siebenstelligen Mitteleinsatz. Wir führen diese Aufgabe hier an, obwohl die Aurelia Stiftung nicht in der Lage ist, das Projekt selbstständig zu implementieren.

Im Vorfeld hat es schon sondierende Gespräche über die Fragestellungen und eine Zusammenarbeit mit dem Neurobiologen Prof. Dr. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin und anderen Bienenwissenschaftlern gegeben.

Einer zweijährigen Vorbereitungsphase müsste eine dreijährige Untersuchung an verschiedenen Standorten mit einer angemessenen Völkerzahl folgen, um eine wissenschaftliche Standartmethode für die Beurteilung des Gesundheitsstaus von Bienenvölkern zu etablieren. Eine Aquirierung von EU Mitteln wird angestrebt.

Parameter, die in ihrer Gesamtheit Aufschluss über die Vitalität der Bienen geben sind:

  • Klassisch: Wabenbau, Volksstärke, Honigertrag, Brutumfang
  • Populationsdynamik von Bienen und Brut
  • Sammelverhalten durch Honiganalysen mit Pollenspektrum
  • Kommunikation über elektrostatische Felder (Prof. Menzel)
  • Darm Microbiom der Bienen als Indikator für die Ernährungssituation; Erfassen der Bakterien (qualitativ und quantitativ) in der Darmflora mit PCR Methode
  • Transcriptomics, Erfassen des gesamten Spektrums der Genexpression in den Bienen, Identifizierung von „Schlüsselgenen“ für Immunabwehr, Detoxifikation, Orientierung und Gedächtnis
  • Präsenz von Viren, Bestimmung der Arten und Mengen
  • Präsenz von Nosematose
  • Varroatose Befallsentwicklung
  • Erfassung von Belastungsfaktoren, Pestizide in Honig und Pollen, imkerlicher Mitteleinsatz

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