Bienen auf die Höfe

Früher gehörten Bienen ganz selbstverständlich auf die meisten Bauernhöfe. Sie brachten wie nebenbei Erträge in Form von Honig und Wachs. Diese Art der Nutztierhaltung „verbrauchte“ keine Landschaft, sondern sorgte flächendeckend für Blütenbestäubung. Und das nicht nur von Obst und anderen Nutzpflanzen, sondern auch für die unendliche Vielfalt der Feld- und Wiesenflora. Heute müssen wir feststellen, dass das Sterben von Bienen und bäuerlich orientierten Betrieben Hand in Hand geht.



Bezeichnenderweise hat die Landwirtschaft selbst die Nahrungsgrundlage der Bienen dramatisch verringert: Intensiver Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung haben die Artenvielfalt in und neben den Feldern fast völlig zerstört. Zwar gibt es in manchen Gegenden sog. „Stoßtrachten“, zum Beispiel in der Obst- oder Rapsblüte aber hier werden die Bienen durch Pestizide gefährdet, und der Honig ist zunehmend mit den Rückständen dieser Mittel belastet.

Das Projekt „Bienen auf die Höfe!“ soll dazu beitragen, der Biene wieder ihren angestammten Platz zu verschaffen und Landwirte motivieren, die ihnen anvertraute Landschaft vielfältiger und bunter zu gestalten. Wenn Bauern und Bäuerinnen selbst Bienen halten, werden sie auch für entsprechende Blütenvielfalt in der Landschaft sorgen. Denn Bauern wissen, dass Haustiere nur dann gesund bleiben und gute Erträge liefern, wenn sie ordentliches Futter bekommen. So wird ein „Bienen-Bauer“ sich eher verantwortlich für die Vielfalt und den Blühverlauf in seiner Landschaft fühlen und einsetzen, denn dort wächst schließlich das Futter für seine Bienen!

Sei es auf konventionellen oder ökologischen Betrieben – eine Fülle von Maßnahmen ermöglichen auch ohne EU-Subventionen wesentliche Verbesserungen, die nicht nur den Bienen dienen. Wiesen, auf denen nicht nur Gras steht sondern eine Vielfalt von blühendem Klee und Kräutern, bilden auch für Kühe eine wesentlich gesündere Futtergrundlage und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. Alternativen zum Maisanbau in Monokultur, Untersaaten und gezielter Zwischenfruchtanbau sind weitere Beispiele mit großer Wirkung.

Die Arbeitsspitzen der meisten Landwirte decken sich mit dem Zeitpunkt des größten Arbeitsanfalls bei konventioneller Bienenhaltung. Einige neue, ökologisch orientierte imkerliche Betriebsweisen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie sehr extensiv sind. Die Bienen können dabei ohne die „üblichen Manipulationen“ mit einem geringen Maß an Arbeitsaufwand und Fachkenntnis gehalten werden.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ökologie & Landbau sollen geeignete regional tätige Partner gefunden werden, die im ländlichen Raum anerkannt und bereit sind, jeweils entsprechende Gemeinschaftsveranstaltungen durchzuführen. Dafür soll Informations- und Schulungsmaterial erstellt und ein Netz von Beratern ausgebildet werden.

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