Lobbyarbeit und Allianzen

Die Bienen brauchen eine wirksame und unabhängige Lobbyarbeit und gesellschaftliche Allianzen. Die Aurelia Stiftung sieht ihre Aufgabe darin, das Zusammenwirken der gesellschaftlichen Akteure zum Wohl der Bienen zu stärken. Durch ihren fachlich qualifizierten Hintergrund und ihre langjährigen Erfahrungen in der Netzwerkbildung hat Aurelia dafür die besten Voraussetzungen.


Die Aurelia Stiftung wirkt in einem politischen und institutionellen Umfeld, das den handelnden Personen sehr gut vertraut ist. Sie haben schon in der Vergangenheit Allianzen zwischen deutschen und euro­päischen Imkerverbänden, Wissenschaftlern und zivilgesellschaftlichen Organisationen entwickelt und in Zusammen­arbeit mit Behörden, parlamentarischen Ausschüssen und Parteien erfolgreich gewirkt. Die Stiftung sieht eine wesentliche Aufgabe darin, die Kommunikation und den Kooperationswillen der institutionellen und politischen Akteure zu fördern und breitere gesellschaftliche Allianzen für die Bienen zu schaffen.


Aurelia Stiftung und Deutsche Umwelthilfe stellen Strategie zur Reduzierung von Pestiziden vor

Ohne drastische Reduzierung von Pestiziden kann das Insektensterben nicht gestoppt werden – die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe fordern die Bundesregierung auf, Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen.

Berlin 17.1.2019
Die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellten heute ihr gemeinsames Strategiepapier zur Pestizidreduzierung vor. Die Organisationen fordern die konsequente Umsetzung des gesetzlichen Vorsorgeprinzips. Um das Insektensterben zu stoppen, ist eine drastische Reduzierung von Pestiziden sowie eine Reform des aktuellen Zulassungsverfahrens für Pestizide notwendig.

Thomas Radetzki, Imkermeister und Vorstand der Aurelia Stiftung: „Ohne Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten sind menschliche Ernährung und Artenvielfalt gefährdet. Die falschen Anreize der EU-Agrarpolitik haben zu einer industrialisierten Bewirtschaftung geführt, die von synthetischen Pflanzenschutz- und Arzneimitteln abhängig ist. Dabei sind Pestizide keine Lösung – sie sind ein Teil des Problems.“

Weder die im Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen festgehaltenen Grundsätze der „guten fachlichen Praxis“, noch der Nationale Aktionsplan für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden und der dort angestrebte integrierte Pflanzenschutz haben zur Reduzierung von Pestiziden beigetragen. Auch der im Koalitionsvertrag anvisierte Ausstieg des am häufigsten eingesetzten Pestizids Glyphosat liegt noch in weiter Ferne. Glyphosat ist ein Total-Herbizid, das aufgrund seiner negativen Folgen für Flora und Fauna in der Agrarlandschaft verboten werden muss.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Bundesregierung muss ein Nationales Aktionsprogramm beschließen. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss das bisherige Zulassungsverfahren für Pestizide reformieren. Es gilt, die Fläche für den ökologischen Landbau zu erweitern, denn dort kommen in der Regel keine synthetischen Pestizide zum Einsatz.“

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Ohne eine Agrarwende ist das Insektensterben daher nicht aufzuhalten.

» Download Strategie zur Reduzierung von Pestiziden
» Zur Bundestagspetition Pestizidkontrolle

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