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Imkeraufruf: Aurelia untersucht Rapshonige auf Neonicotinoide

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Die Aurelia Stiftung lässt aktuell deutschlandweit anonymisierte Stichproben von Rapshonig auf sieben Neonicotinoide untersuchen. Insbesondere Acetamiprid haben wir im Visier – ein Neonicotinoid, das nach wie vor im Rapsanbau angewendet wird und zu Gesundheitsschäden bei Bienen sowie Rückstandsbelastungen im Honig führen kann. Seit dem Frühjahr 2021 darf Acetamiprid offiziell nicht mehr in die offene Blüte gespritzt werden. Mit unseren Honiguntersuchungen wollen wir prüfen, ob diese Anwendungsbeschränkung auch tatsächlich eingehalten und ausreichend kontrolliert wurde.

Nach unserem ersten Aufruf im Dezember 2021 sind bereits einige Rapshonigproben eingetroffen. Dafür herzlichen Dank! Um eine aussagekräftige Anzahl an Proben untersuchen lassen zu können und mit den Ergebnissen politisch ernst genommen zu werden, brauchen wir aber dringend noch weitere Einsendungen!

Sie haben 2021 leider keinen eigenen Rapshonig geerntet? Wir sind dankbar um jede finanzielle Spende, da durch die Laboranalysen hohe Kosten auf uns zukommen. Wenn Sie uns finanziell nicht unterstützen können, verbreiten Sie den Aufruf gern an möglichst viele Imker*innen, damit wir möglichst viele Proben sammeln können. Herzlichen Dank!

Gemeinsam schaffen wir mit den Honiguntersuchungen Grundlagen für sachgemäße politische Entscheidungen. Unser Ziel ist ein Anwendungsverbot von Pestiziden in blühenden Pflanzenbeständen. Neonicotinoide müssen tatsächlich von den Äckern verschwinden, denn sie sind eine Gefahr für Honigernten, Bienen und andere Bestäuber!

Vorgehen

  1. Bitte schicken Sie ein Glas Rapshonig (250 g, 1 Glas je Charge und Standort) bis zum 16.01.2022 an: Aurelia Stiftung, z.H. Dr. Madlen Ziege, Beelitzer Straße 3, 14548 Ferch 
  2. Bitte schreiben Sie mit wasserfestem Stift oder Aufkleber auf das Glas:
    a. Die ersten drei Ziffern Ihrer Postleitzahl, damit wir grob einordnen können, aus welchen Regionen die Honige kommen.
    b. Eine für andere nicht zuordenbare sechsstellige Buchstabenfolge/Wort (z.B. APBELW). Das ist Ihr persönlicher Code, mit dem nur Sie die Analysedaten Ihres eigenen Honigs später abrufen können. Bitte notieren Sie sich den Code. Wir speichern ihn nicht in Verbindung mit Ihrem Namen. Dadurch stellen wir sicher, dass die Proben nicht zuzuordnen sind.  Mehr Infos zum Abruf Ihrer Daten finden Sie unter Punkt 4.
  3. Für die Projektfinanzierung und die Laborkosten bitten wir Sie um eine Mindestspende von 30 Euro pro Probe an die: Aurelia Stiftung, DE52 4306 0967 0778 8996 00, GLS Bank oder über unsere Webseite. Die Spenden sind steuerlich abzugsfähig.
  4. Wenn Sie die Ergebnisse der Honiguntersuchung zugeschickt haben möchten und als Projektpartner*in informiert bleiben wollen, dann schicken Sie hierfür eine E-Mail an: sarah.thullner@aurelia-stiftung.de. Nach Projektabschluss erhalten Sie die Analysedaten aller Proben per E-Mail. Die einzelnen Analyseergebnisse sind lediglich mit den jeweiligen persönlichen Codes (siehe oben 2.b.) gekennzeichnet. Auch Aurelia wird nicht in der Lage sein, die Daten bestimmten Personen zuzuordnen.

Ansprechpartner

Sarah Thullner
Agrarreferentin
+49 30 577 00 39 67

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Ihren Nachlass oder Schenkungsvermögen können Sie bei der Aurelia Stiftung nachhaltig in den Dienst von Bienen und gesellschaftlichem Engagement für Biodiversität stellen.

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